Richtig Bohren – Teil 2: Die Tischbohrmaschine

Wenn Du mit einer Tischbohrmaschine arbeitest, solltest Du Dich mit dem Gerät zuvor vertraut machen. Die Tischbohrmaschine ist – wie jede andere Maschine auch – nicht zu unterschätzen, weil man sich hier durch falsche Handhabung schnell Verletzungen zuziehen kann.

Benutze die Tischbohrmaschine nicht ohne vorherige Einweisung durch Deine*n Lehrer*in!

Die meisten Tischbohrmaschinen sind wie folgt aufgebaut:

(1) Ein- und Aus-Schalter, NOT-AUS-Schalter

(2) Bohrfutter

(3) Bohrtisch (höhenverstellbar)

(4) Maschinenfuß

(5) Bohrsäule

(6) Bohrhebel

(7) Riemenabdeckung

(8) Tiefenanschlag

Bild: shutterstock

Beim Bohren ist wichtig, dass die Geschwindigkeit, mit der sich der Bohrer dreht („Drehzahl“), richtig eingestellt ist. Dabei gilt die Faustregel: „Je dicker der Bohrer desto niedriger die Drehzahl“. Eine niedrige Drehzahl bei großen Bohrern verhindert, dass der Bohrer zu schnell heiß wird. Heiße Bohrer werden schneller stumpf und hinterlassen zudem dunkle Spuren auf Deinem Holz.

Die Drehzahl ist aber auch abhängig vom Material. Auch hier kann man festhalten, dass die eingestellte Drehzahl mit zunehmender Härte des Materials reduziert werden muss.

Hier hast Du ungefähr einen Überblick über die Drehzahlen, abhängig von Durchmesser des Bohrers und dem Material.

Durchmesser des Bohrers in mm
358101215203040
Holz4500350026002300200015001000900800
Kunststoff30002400180015001200900800700600
Aluminium450035002600230020001500660420330
Stahl18001200700600500270220140110

Zur Änderung der Geschwindigkeit ist es an älteren Maschinen notwendig, die Riemenabdeckung (7) zu öffnen. Durch eine Änderung der Anordnung der Antriebsriemen lässt sich die Drehzahl der Bohrmaschine verändern. Bitte nimm dies nicht ohne deine*n Lehrer*in vor!