Richtig Bohren – Teil 1: Verschiedene Bohrungen

Beim Bohren unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Arten von Löchern:

  • einer Durchgangsbohrung
  • einem Sackloch oder einer Grundbohrung und
  • einem Langloch.

Die Durchgangsbohrung

Die erste ist die Durchgangsbohrung. Das ist eine ganz normale Bohrung, die durch das ganze Holz geht. Das brauche ich zum Beispiel dann, wenn ich eine Schraube durch das Holz drehen möchte.

Beachte bitte, dass Du bei einer solchen Bohrung beim Bohren immer ein Holz unterlegen musst, damit das Loch unten nicht ausreißt.

Grundbohrung bzw. Sackloch

Die zweite Art ist die Grundbohrung, auch Sackloch genannt.

Dabei bohre ich nicht durch das ganze Holz. Eine Grundbohrung benötige ich, wenn ich nicht will, dass man auf der anderen Seite die Bohrung erkennen soll. Zum Beispiel wenn ich bei Möbeln einen Dübel in das Holz stecken möchte. Oder auch, wenn ich will, dass etwas nicht zu tief ins Holz gesteckt werden kann.

Für das Sackloch brauchst Du den Tiefenanschlag an der Tischbohrmaschine. Er verhindert, dass Du tiefer bohrst als benötigt.

Das Langloch

Die dritte Art, ein Loch anzufertigen, ist das Langloch. Dabei erstellst Du eine Art breiten Schlitz.

Ein Langloch brauchst Du zum Beispiel, wenn die Form oder die Größe einer normalen Bohrung nicht ausreicht. Das ist zum Beispiel der Fall bei einem Griff.

Bei einem Langloch musst Du zweimal bohren und die entstandenen Löcher miteinander verbinden, zum Beispiel mit Hilfe einer Säge.

Beachte, dass Du die Seiten bei einem Langloch hinterher noch bearbeiten musst (zum Beispiel schleifen). So verhinderst Du zum Beispiel bei einem Griff, dass man sich mit den Fingern verletzt.